
Candia Triathlon
Candia Canavese ist eine kleine malerische Ortschaft im Piemont, zwischen Turin und Aosta. Seit 11 Jahren werden hier Triathlon Wettkämpfe über diverse Distanzen durchgeführt. Dieses Jahr wurde über die Nizza-Distanz (4, 120 und 30 km) die Italienische Langdistanz Meisterschaft ausgetragen. Mit am Start war auch Michele Müller.
Michele hatte in disem Jahr mit diversen gesundheitlichen Probleme zu kämpfen, die Ihn in seiner Saison-Vorbereitungen zurückgeworfen haben. So war auch die Vorbereitung auf diese Langdistanz, alles andere als optimal. Die letzten 4 Wochen vor Candia, wurden für reines Basis-Training genutzt. Tiefer Puls und eher kürzere Distanzen waren die Vorgabe(4 Stunden auf dem Rad und 2:15 Laufen waren die längsten Distanzen!!). Einzig an den NSW-Clubmeisterschaften (New South Wales, Australien), wurde mal kräftig auf das Gaspedal gedrückt.
Somit standen die Vorzeichen für das Rennen eher schlecht. Dennoch hat sich Michele entschieden das Rennen als Trainingswettkampf zu bestreiten, also ohne zu überpacen. Bereits beim Schwimmen war festzustellen, dass die Tempohärte über die Distanz fehlte (Kein wunder, denn das längste Training beim Schwimmen war eines über 3.2 km). Dennoch schwamm er eine respektable Zeit von 1:01 (Halbzeit knapp über 29 min) und kam als 36. von 300 startenden aus dem Wasser.
In seiner Paradedisziplin( Radfahren) konnte er rasch ein paar Ränge gut machen. Die Strecke, leicht coupiert mit technischen Abfahrten, kam seinen Roller-Eigenschaften entgegen. Dennoch auch hier musste er nach 2/3 der Distanz die Pace etwas zurückschrauben. Mit einer Zeit von 3 Stunden 15 und einem knappen 37er Schnitt, kam er mit der schnellsten Frau und spätere Siegerin (Martina Dogana) als 22. Overall (1. in der Kategorie) zurück zur Wechselzone.
Für das Laufen hatte sich Michele ein Laufzeit von 2:40 vorgenommen. Auf der coupierten Strecke (mit Wiesen- und längeren Schotter-Passagen) fand er schnell seinen Rythmus, auch wenn es alles andere als locker aussah (andere würden diesem Laufstil "eiern" sagen). Auf den 4 Runden konnte er mehr oder weniger, abgesehen von der 3. Runde, regelmässig gestalten und auf den letzten Kilometer sogar etwas zulegen. Am Schluss, blieb die Uhr bei 2:34 für den Lauf und 6:54 Total stehen. Rang 62. Overall 6. in der Kategorie.
Fazit:
- Ein gut organisierter Wettkampf, mit etwas Abstriche bei der Verpflegung auf dem Rad - Die von Michele gesetzten Zeitvorgaben wurden überall unterboten -Kein Spitzenplatz möglich ohne optimale Vorbereitung - Michele muss vorallem an seiner Laufform arbeiten.
Das Rennen wurde von Sebastian Pedraza gewonnen (S:56min, B:2:54, R: 1:59, Total 5:51)